Nicht alles ist für die Ewigkeit und gerade moderne Software hat eine eher kurze Haltbarkeit.

Dieses Verfallsdatum stellt für einen Managed Service Provider gleichzeitig Problem und Chance dar.

 

 

Das Problem

Microsoft macht für alle Betriebssysteme klare Angaben über deren Lebensdauer. Der nächste Abschied steht schon an – am 14. Januar.

Windows 7, Windows Server 2008 und Windows Server 2008 R2 sind ab diesem Tag als EOL, End of Life, gekennzeichnet. Es wird keine weiteren Sicherheitsupdates für diese Systeme geben.

Es wird wahrscheinlich nicht lange dauern, bis die ersten gravierenden Lücken bekannt werden. Eine weitere Nutzung kann deshalb nicht empfohlen werden und stellt evtl. sogar eine grobe Fahrlässigkeit dar. Gerade auf Client Systemen besteht durch den benutzergesteuerten Zugriff auf das Internet eine hohe Gefahr.

Auf Servern kommt noch hinzu, dass auch der Exchange Server 2010 zum gleichen Datum sein Lebensende erreicht. Hier könnte dann schon eine ankommende E-Mail reichen, um die ganze Kundeninfrastruktur zu kompromittieren.

Es gilt also ganz klar die Anforderung, diese alten Systeme müssen bis zum 14. Januar 2020 abgelöst werden.

 

Die Chance

Das vorausschauende Systemhaus kann jetzt mit seinen Kunden die verbleibenden Monate nutzen, den Umstieg auf neue Hardware zu planen. Eine Alternative ist natürlich auch nur die Migration auf eine neue Version von Windows. Gerade diese vorausschauenden Dienstleistungen bieten einen echten Mehrwert für Kunden.

Wir empfehlen deshalb, aktiv auf Ihre Kunden zuzugehen und die Migration zu planen. Server-Eye kann dabei natürlich helfen.

Nutzen Sie die verbesserte Inventarisierungsfunktion, um Systeme zu finden, die ein Upgrade benötigen. Wie das geht erfahren Sie hier: https://github.com/Server-Eye/helpers/tree/master/ContainerInventory

Server-Eye ist noch nicht bei dem Kunden ausgerollt? Das ist eine gute Gelegenheit, den Kunden von den Vorteilen von Server-Eye zu überzeugen.

 

Die Notlösung

Sollte es wirklich nicht in Frage kommen, bestehende Systeme zu migrieren, dann gibt es noch die Möglichkeit, einen erweiterten Support bei Microsoft einzukaufen. Aktuell scheint dies nur für Windows 7 möglich zu sein und nur wenn man Windows über eine Volumenlizenz erworben hat. Diese Extended Security Updates (ESU) gibt es bis Januar 2023. Die Erweiterung muss jährlich erworben werden, ab dem 14. Januar 2019. Der Preis verdoppelt sich jedes Jahr – ein weiterer Anreiz, schneller umzusteigen. Windows 7 Enterprise Edition kostet im ersten Jahr $25 (2. Jahr: $50, 3. Jahr: $100) und Windows 7 Pro Edition startet mit $50 (2. Jahr: $100, 3. Jahr: $200).

 

Anfang 2020 endet der Support für Windows 7, Server 2008, Server 2008R2 und Exchange 2010. Danach sollten diese Systeme nicht mehr eingesetzt werden, planen Sie den Umstieg frühzeitig ein!