In Server-Eye bieten wir bereits eine IPMI Überwachung an, die alle vorhandenen Werte eines Server/Geräts abfragt und bewertet. Falls Sie Wortmann, bluechip, Extra Computer oder Tarox Server haben, ist dieser sogar kostenlos durch unsere Kooperationen. Wir haben unser Portfolio aber ergänzt um einen Sensor, welcher es ermöglicht eigene Abfragen durchzuführen. Zum Beispiel um nur einen einzelnen Wert abzurufen.

Doch warum sollte ich dies benötigen? Zum einem gibt es auch in der IPMI Welt Firmwarebugs oder sonstige Probleme, die eine Überwachung aller Werte nicht möglich machen. Dann könnte man mit diesem neuen Sensor, gezielt Werte abfragen die mich interessieren. Der andere Fall ist, wenn ich Spannungen oder Temperaturen auf eigene Schwellwerte überwachen will. Auch dies würde über eine Abfrage im Sensor möglich sein. Und wie das geht, zeige ich Ihnen kurz an Hand der Konfiguration.

 

Konfiguration

Ich würde diesen Sensor eher als „Advanced“ Sensor sehen im Server-Eye Kontext. Die meisten unserer Sensoren sind ohne wirkliche Konfiguration anlegbar. Es gibt aber Punkte, die sich nicht wirklich vereinfachen lassen und somit etwas mehr Aufwand benötigen. Die meisten Felder sind trotzdem auch hier selbsterklärend.

ipmi abfrage

Den Anfang macht die IP Adresse. Benutzername und Passwort können wir in 90% Fällen ignorieren. Diese werden nur benötigt wenn man eine Remote-Abfrage durchführt und IPMI durch Benutzer geschützt ist. Der Punkt ausgewählte IPMI Elemente und Ausdruck überspringen wir kurz. Den Treibertyp belassen wir beim Standardwert von Auto. Dieser sollte nur angepasst werden wenn eine Abfrage nicht möglich ist, oder die Kenntnis über den korrekten Treibertyp vorhanden ist.

 

Konfiguration – Ausdruck und Auswahl

Nun müssen wir erstmal auf Speichern klicken. Dadurch werden die Daten an den Sensor geschickt und da die Einstellung „ausgewählte IPMI Elemente“ eine Remote-Abfrage ist, ist dies notwendig, da der Sensor vorher noch keine Kenntnis hat über IP, Benutzer usw. Dort bekommen wir nun die „IPMI SensorElemente angezeigt, die verfügbar sind. Eine Mehrauswahl ist natürlich möglich.

IPMI Abfrage_2

ipmi_abfrage3

Ob ein Sensor Messwerte wie Temperaturen oder Spannungen hat, die man für einen Vergleich nutzen kann, sieht man unterhalb der einzelnen Sensoren. So hat das Element „Board Inlet TEMP„, sowohl ein Status (OK), als auch eine Temperatur von 30.00C. Ich woll noch anmerken, dass aktuell immer nur der Messwert überprüft wird, wenn dieser vorliegt. Dies wird noch geändert, aber da es für diesen Fall ja unseren normalen IPMI Sensor gibt, haben wir es erstmal so implementiert. Dadurch lassen sich Fälle abdecken, die sonst nicht möglich sind.

Kommen wir zum letzten Punkt. Dem „Ausdruck„. Hier kommt der entsprechende Vergleich rein. Es müssen dabei alle Elemente vorkommen, die ausgewählt wurden. Im Ausdruck können logische Zusammenhänge dargestellt werden. Das Format ist dabei [Element] > < <= >= == != Wert . Diese können dann mit && und || verknüpft werden.

  • [24|-|Board Inlet Temp]  == 30
  • [24|-|Board Inlet Temp] > 25 && [24|-|Board Inlet Temp] < 40
  • [04|-|Physical Scrty] == „OK“

Wie man sieht kann man sowohl sicherstellen dass ein Wert gleich bleibt, als auch Spannen abdecken, für Temperaturen oder Spannungen.

 

Anzeige im Sensor

IPMI Query

Man bekommt zu erst eine Übersicht über den Status und wenn verfügbar den Wert. Zuletzt wird das Ergebnis in einer verständlichen Form dargestellt, sodass dies nachvollziehbar ist. In diesem Fall ist die Temperatur höher als 20 Grad.

Ich war einmal so nett, einen Fehler zu produzieren um zu veranschaulichen wie sich dieser dann darstellt.

IPMI Query 2

Der Vergleich funktioniert natürlich nicht, da -60 nicht größer als 0 ist.

Zuletzt noch einmal der Fehler, wenn die Sensorelemente im Ausdruck nicht mit den ausgewählten Elementen übereinstimmt:

IPMI Query Typo

Damit wäre ich auch schon wieder am Ende. Bei Fragen sind wir im Support natürlich immer für Sie da 🙂