Unsere Sensoren umfassen eine Vielzahl von Prüfungen. Trotzdem ist es manchmal notwendig eigene Verknüpfungen zu erstellen um hier ein bestimmtes Szenario abzubilden. Das kann zum Beispiel die Kombination eines Ping Sensors mit einer Mailprüfung sein, auch kundenübergreifend. Ich zeige Ihnen wie Sie genau so etwas in Server-Eye umsetzen können.

 

Mit der Impact-Analyse kann man individuelle Szenarien abbilden um Probleme oder bestehende Alarme  zu bewerten.

Ich habe Eingangs das Ping Szenario erwähnt. Ein weiteres, sehr einfaches Beispiel, ist die Kombination unseres Exchange Gesundheit und des Mail Round Trip Sensors.

Nehmen wir an ich will den Impact „Mailausfall“ erstellen. Ich mache in diesem Fall das Fehlen einer E-Mail im MailRoundTrip nicht alleine zum Kriterium für einen Mailausfall. Erst wenn auch ein Fehler im Exchange Gesundheit Sensor besteht, wird der Impact „Mailausfall“ ausgelöst. Diese Alarmierung kann dann an eine besonders wichtige Person im Unternehmen gehen. Andere Szenarien könnten aber auch abbilden, dass ein Kunde informiert wird.

Dabei können Sie natürlich logische Verknüpfungen (und, oder) benutzen. Sie können so mehrere Sensoren in eine Relation bringen.

Wie bilde ich das ganze nun ab? Nun ja, Ausgangspunkt hierfür ist der Sensor „Konzentrator Überprüfung“.

Diesen müssen Sie anlegen und befüllen. Für die Einstellungen benötigen Sie einen API-Key. Das hat den Hintergrund, dass Sensoren eigenständig agieren und um Infos über andere Sensoren zu beziehen, muss der Konzentrator auf unsere API zugreifen können.

Vorhandene API-Keys finden Sie im OCC unter Ihren Systemhauseinstellungen:

APi-Key

 

Einen neuen API-Key können Sie über dieses Skript erstellen:

Create APIKey Skript

Nun kommt der Part, in welchem die IDs der Sensoren benötigt werden, die Sie abfragen möchten. Dazu gehen Sie im OCC in die Sensoransicht des jeweiligen Sensors und benutzen Sie das „i“-Icon rechts oben neben dem Sensornamen.

Sensor-ID

Den Punkt unter „aId“ stellt die Sensor-ID da.

Wenn Sie alle benötigen IDs zusammen haben, dann können Sie nun diese Sensoren einfach verknüpfen mit den Operatoren || (oder) und && (und).

Das Format ist dabei [agentID] == „Status“. Also zum Beispiel:

  • [agentID1] ==“OK“ && [agentID2] == „Error“
  • [agentID1] == „OK“ && [agentID2] == „OK“ || [agentID3] == „OK“

Sie können also komplexe Vorgänge abbilden. Damit auch andere Techniker etwas mit diesem Konstrukt anfangen können, können Sie eine eigene Erfolgs und Fehlermeldung definieren.

„Der Mailserver verarbeitet keine E-Mails mehr und hat kritische Fehler anliegen“.

Einstellungen

 

Wenn der Sensor dann angelegt wird, ruft er den Status der Sensoren ab, führt den Vergleich durch und gibt diesen aufbereitet im OCC aus.

Sensorausgabe

Hier sehen Sie auch wieder die Sensornamen, welche sich hinter den IDs verbergen.

Nun sind Sie gewappnet für Ihre erste Impact-Analyse! Bei weiterem Interesse lade ich auch gerne nochmal ein kurzes Video hoch, in welchem ich nochmal genauer auf das Thema eingehe.