Liebes Tagebuch,

hier ist wieder Matthias und heute stelle ich Dir eine ganz einfache Frage: Darf es auch ein wenig mehr sein?

Seit dem letzten Eintrag ist ein bisschen was passiert. Wir sind sehr schnell und unkompliziert Server-Eye Partner geworden (nochmals vielen Dank, Judith!) und die Test-Installation beim Kunden wurde direkt in unseren Partner-Account aufgenommen, sodass ich nicht alles neu installieren musste.

Jetzt kommen wir zum Knackpunkt meiner heutigen Zeilen. Natürlich können wir jetzt den nächsten Vorfall abwarten, bei dem ein Kunde ggf. einen größeren Schaden hat, um ihm unseren Managed Services Gedanken zu verkaufen. Allerdings würde ich mich dann wie an der Fleischtheke im Supermarkt fühlen. Immer, wenn eine Sache eingekauft wurde, heißt es: „Darf es auch ein wenig mehr oder noch was anderes sein?“. Das kann es ja auch nicht sein. Die Vorteile für uns, als Dienstleister, liegen auf der Hand (planbare Einsätze, Effizienz durch proaktive Handlung, etc.). Aber was hat der Kunde von einem ganzheitlichen Ansatz unsererseits? Also: Wie erkläre ich das jetzt meinen Kunden?

 

Zu diesem Thema haben wir in der Firma ein Brainstorming durchgeführt und viele Punkte ausgearbeitet. Ich möchte Dir nur mal ein paar vorstellen:

  • Soll man warten, bis ein Schaden entstanden ist oder sollte man proaktiv reagieren?

Nehmen wir das Beispiel einer defekten Festplatte; ein Festplattendefekt deutet sich in der Regel vorher an. Hier sind das Monitoring und ein Tausch, im Rahmen einer geplanten Wartung, definitiv günstiger als ein „Feuerwehr-Einsatz“ im Produktivbetrieb. Alleine durch Wartezeiten für Download und Installation der Updates an jedem Arbeitsplatz geht wertvolle Arbeitszeit verloren. Des Weiteren werden diese Arbeiten für gewöhnlich im Rahmen der produktiven Arbeitszeit vorgenommen.

  • Ist es zielführend, an jedem System die Updates von Hand zu installieren oder sollen Arbeitszeiten lieber sinnvoll genutzt werden und Systeme wirklich „up to date“ sein?

Alleine durch Wartezeiten für Download und Installation der Updates an jedem Arbeitsplatz geht wertvolle Arbeitszeit verloren. Des Weiteren werden diese Arbeiten für gewöhnlich im Rahmen der produktiven Arbeitszeit vorgenommen. Hier muss also nicht nur sichergestellt werden, dass die Updates installiert werden, sondern auch die wertvolle Zeit der Mitarbeiter des Kunden geschützt werden.

  • Kann man sich wirklich erlauben erst einmal Opfer von Ransomware gewesen zu sein?

In Zeiten von „Emotet“ (und sonstiger Ransomware) muss man sich schützen. Egal ob Diebstahl von Zugangs- bzw. Zahlungsdaten oder Verschlüsselung wichtiger Dateien; die Antwort ist ein klares „Nein“! Hier bedarf es einer zentral steuerbaren Lösung die dem einzelnen Nutzer die Entscheidung, ob es sich bei einer Datei um Schadsoftware handelt, abnimmt.

Zu guter Letzt ist es ja so, dass sich unsere Kunden und andere Unternehmen, um eine begrenzte Anzahl von IT-Dienstleistern jeder Art streiten oder sich in direktem Konkurrenzkampf auf dem Arbeitsmarkt mit allen Unternehmen befinden. Sollte ein Unternehmen jetzt also auf unsere Dienste als IT-Dienstleister zurückgreifen, muss er auch verstehen, dass unsere Arbeitsweise maßgeblich für ein hohes Qualitätsniveau ist. Dazu gehört in Zukunft auch das Thema Managed Services. Wir müssen es mit unseren gleichbleibenden oder nur leicht steigenden Ressourcen erreichen, dieselbe und bessere Leistung zu schaffen.

Ich denke, dass wir mit oben genannten Beispielen sicherlich ein gutes Verständnis bei unseren Kunden für die Einführung der Managed Services schaffen können und einer erfolgreichen Zukunft entgegenblicken.

 

Ich halte Dich auf dem Laufenden, Dein Matthias