In diesem Artikel zeige ich Ihnen wie Sie mit einfachen Boardmitteln in Server-Eye Netzlaufwerke überwachen können, um zum Beispiel eine verbundene NAS oder ein Netzwerkpfad (das als Backupziel dient) auf den freien Speicherplatz zu überwachen.

Fangen wir mit der eigentlichen Problematik an. Server-Eye läuft als lokaler Dienst und hat deswegen erstmal keine Berechtigung Netzwerkressourcen einzusehen. Dies lässt sich schon in vielen Sensoren über UNC Zugangsdaten lösen, in dem Server-Eye eine eigene Verbindung herstellt zu dem gewünschten Pfad. Bezogen auf Netzlaufwerke zeige ich Ihnen jedoch einen anderen Ansatz.

Zuerst gehen wir zurück in die Zeit der Batch Dateien. Aber keine Sorge, es bleibt ganz einfach.

 

Wir nutzen den Befehl „net use“ als Basis um ein persistentes Netzlaufwerk zu registrieren das für einen Dienst sichtbar ist (auch nach einem Neustart).

Dazu öffnen Sie einen Texteditor Ihrer Wahl und geben folgenden Befehl ein

net use U: \\server\share /persistant:yes

Speichern Sie die Datei nun ab und benennen Sie diese dabei gleich um in eine .bat Datei. Sie können natürlich jeden anderen Laufwerksbuchstaben nehmen als Ersatz für U.

bat

 

Nun nutzen wir ein weiteres Boardmittel, die Windows Aufgabenplanung, um einen einfachen Task anzulegen. Geben Sie dort den Pfad zu ihrer Batch Datei an sowie als Trigger den Systemstart. Das heißt jedes Mal wenn das System neugestartet wird, sorgt unser Skript dafür, dass das Netzlaufwerk auch weiterhin verfügbar ist für unseren Dienst.

Der letzte und fast wichtigste Punkt ist allerdings dass das SYSTEM Konto zur Ausführung genutzt wird. Denn nur so haben wir auch den Effekt dass der Pfad für unseren Dienst sichtbar ist.

Das ganze sieht also so aus:

task1  task2 task3

 

Führen Sie nun den geplanten Task einmal aus, damit auch jetzt schon das Laufwerk verbunden ist. Achten Sie nur darauf dass der Task korrekt ausgeführt wurde. Ansonsten haben Sie noch einen Fehler in der Batch Datei. Kleiner Tipp, ist das Netzlaufwerk unter diesem Konto schon bekannt erhalten Sie als Rückgsabewert 0x2 in der Aufgabenplanung.

task4

 

Achten Sie bitte darauf, dass dieser Task nicht mit anderen Vorgängen konkurriert (wie ein Skript über die Gruppenrichtlinien welches die Netzlaufwerke verbindet).

 

Nun haben wir das Netzlaufwerk für ein Dienstkonto bekannt gemacht. Jetzt können Sie in Server-Eye den Sensor „WMI Abfrage“ nutzen und dabei wie folgt ausfüllen:

wmi

 

Ändern Sie nur den Laufwerksbuchstaben ab, in den von Ihnen gewählten. Der freie Speicherplatz entspricht 2GB. Den Wert können Sie auch einfach anpassen. Dieser entspricht genau des mindestens verfügbaren freien Speicherplatzes in Kbytes (2097152).

Sie erhalten in Server-Eye eine Ausgabe über den aktuellen Stand und werden nun korrekt alarmiert wenn der Speicherplatz zur Neige geht oder gar das Netzlaufwerk entfernt wurde (NAS nicht verfügbar, etc).

wmi2

Außerdem haben Sie natürlich auch hier den Chart um Langzeitdiagnosen anstellen zu können.

Das Skript lässt sich einfach anpassen für anderen Shares und einmal erstellt können Sie für den Sensor ebenfalls ein Template nutzen, wo Sie immer nur den Laufwerksbuchstaben austauschen müssen.

Wenn Sie diese Lösung nicht ganz überzeugen kann, prüfen Sie doch ob es möglich ist einen „Symbolik Link“ zu hinterlegen. Dieser ist normal im Filesystem sichtbar und dadurch auch Benutzerunabhängig zugreifbar. Diese Möglichkeit ist ab Windows Vista und Windows Server 2008 verfügbar über den Befehl mklink.exe.

Symbolik Link NTFS

mklink /D  "C:\UserShare" "\\fileprint\user"

Dann können Sie mit dem Sensor „Verzeichnis Dateigröße“ den Überblick über den genutzten Speicherplatz behalten.

verzeichnis

 

Sie haben die Wahl welche Methode Ihnen besser gefällt. Wie man sieht kann man auch im Monitoring kreativ werden.

Für Anregungen bin ich wie immer offen und freue mich über Ihr Feedback.

Netzlaufwerke überwachen (freier Speicherplatz) – Tipps und Tricks
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