Nehmen wir ein Kleinunternehmen, bei dem der Chef auf jeden Cent schaut und sehr sparsam ist. Ihm wirst Du kaum einen Server verkaufen können, nur damit Du seine Systeme optimal monitoren kannst. Wir haben also die Situation, dass es vor Ort keinen Server sowie beim Kunden auch keinen Bedarf dafür gibt. Der Kunde hat aber neben Netzwerkgeräten auch einige PCs und möchte diese mit Server-Eye überwachen lassen. Jetzt steht die Frage im Raum „Wo installiere ich denn meinen OCC-Connector?“. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich eine Plattform dafür zu schaffen, denn eine OCC-Connector Installation setzt keinen Server voraus.

 

Option 1 – PC-System

Gehen wir davon aus, dass der Kunde mindestens einen PC hat. Hier wäre wohl der erste Gedanke, dieses System als OCC-Connector und gleichzeitig als Sensorhub zu nutzen. Auf jedem Sensorhub können Sensoren angelegt werden, um beispielsweise auch Netzwerkgeräte zu überwachen. Ein Nachteil dieser Option ist, dass man unter Umständen keine 24/7 Überwachung für den Kunden gewährleisten kann, da die PCs auch gelegentlich heruntergefahren werden. Diese Art der Installation wäre somit also nicht die optimale Lösung, um dem Kunden ein Monitoring seiner Systeme anzubieten.

 

Option 2 – NAS

Um zuverlässiges Monitoring zu gewährleisten, bietet sich ein NAS an, da diese in der Regel 24/7 zur Verfügung stehen. Wird hier eines der Modelle mit integrierter Virtualisierung (bspw. Virtualization Station von QNAP oder Virtual Machine Manager von Synology) genutzt, kann auf einer VM Windows 10 Pro – und damit dann auch Server-Eye – installiert werden. Welche Modelle sich für die Virtualisierung eignen und wie Du eine VM einrichtest, ist schnell und einfach im Netz nachlesbar. Mit unseren Sensoren kannst Du nicht nur die VM, sondern auch die NAS selbst überwachen. Da Server-Eye keine besonderen Systemanforderungen hat, eignet sich eben nicht nur eine VM für die Überwachung verschiedener Netzwerkgeräte.

 

Option 3 – Mini-PC

Eine andere Möglichkeit wäre, dem Kunden einen Mini-PC wie einen NUC zur Verfügung zu stellen und diesen als OCC-Connector einzurichten. Der Mini-PC hat an sich keine großen Anforderungen, die Mindestvoraussetzungen für Windows reichen hier schon.

 

Für alle 3 Möglichkeiten gilt natürlich: Das System muss entsprechend mit den Netzwerkgeräten kommunizieren dürfen. Das passiert abhängig vom verwendeten Sensor, aber in der Regel über die IP-Adresse. Sollte kein herstellerbezogener Sensor zur Verfügung stehen, aber IPMI vorhanden sein, können hier die Sensoren „IPMI Abfrage“ und „IPMI Sensorstatus“ ganz individuell eingerichtet werden, um die Geräte zu überwachen.

Als weitere Möglichkeit bieten wir SNMP Abfragen an, mit unseren SNMP-Sensoren „erweiterte SNMP-Geräteprüfung“ und „SNMP-Geräte“. Ist SNMP am Netzwerkgerät aktiviert, können die Abfragen auch über diese Schnittstelle gemacht werden.

Du benötigst also keine teure Server-Hardware, um dem Kunden zuverlässigen Schutz und optimale Überwachung zu bieten!

 

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