In diesem Artikel erfährst Du, was es beim Home Office zu beachten gibt und wie Du im IT-Systemhaus Deine Kunden dabei unterstützen kannst. Unsere Lösung „Server-Eye“ stellt in diesem Zusammenhang ein wichtiges Werkzeug dar und ist ein Baustein zur erfolgreichen Heimarbeit.

So problematisch die Auswirkungen des Corona-Virus für unsere Gesellschaft auch sind, für die Digitalisierung der Arbeitswelt erweist sich die Pandemie als Katalysator für das neue Arbeitsleben. Viele Unternehmen haben sich der neuen Situation angepasst.

New Work bezeichnet die neue Art, Leben und Arbeiten zu verbinden.

Nicht jede Branche ist für diesen Wandel gleich gut geeignet. Es gibt Branchen, bei denen sich die Arbeit einfach nicht zu Hause erledigen lässt.  Die Mannheimer Corona-Studie vom April 2020 sieht den IT-Sektor als den geeignetsten Bereich für das Arbeiten zu Hause.
67 Prozent der IT-Mitarbeiter arbeiten aktuell im Home Office. Nach Bitkom-Angaben lag der Anteil im Jahr 2019 noch bei 39 Prozent.

Das ist eine beeindruckende Steigerung. Viele Home-Arbeitsplätze sind kurzfristig und unter Druck geschaffen worden. Dabei verlief nicht alles reibungslos. Auch wir bei Server-Eye haben unsere Erfahrungen gemacht, aus denen wir lernen konnten und die wir gerne mit Dir teilen.

Die Nachteile im Home Office

Manager mit eher autoritärem Führungsstil empfinden einen Kontrollverlust, wenn der Mitarbeiter nicht im Unternehmen ist. Diese antiquierte Führungskultur basiert auf Kontrolle und einer Misstrauenskultur. Für das Arbeiten im Home Office ist das sehr hinderlich, denn genau das Gegenteil ist erforderlich. Mal davon abgesehen, dass niemand mehr so geführt werden will.

Einige Mitarbeiter tun sich mit der (neuen) Freiheit schwer und sind bisweilen abgelenkt und nicht so fokussiert wie im echten Büro. Es fehlt die direkte Kommunikation mit den Kollegen, der kreative Austausch im persönlichen Gespräch sowie das gemeinsame Mittagessen. Die Motivation kann dadurch leiden. Der Mensch ist und bleibt ein soziales Wesen.

Gerade wenn das Home Office ohne Planung eingerichtet wird, bleiben organisatorische Fragen auf der Strecke. Zurück bleibt ein überforderter Mitarbeiter, dem Orientierung und Anweisungen fehlen.

Die Vorteile im Home Office

Aus Unternehmenssicht wird das Büro mit den Betriebskosten zum Mitarbeiter ausgelagert. Und das zum Nulltarif. Miete, Strom und Nebenkosten werden vom Mitarbeiter bezahlt. Sogar den Kaffee kauft und kocht er selbst. Es können viel mehr Mitarbeiter im Home Office beschäftigt werden, als es der Firmensitz eigentlich hergibt. Das sind hohe Einsparpotentiale.

Ein weiterer Vorteil für den Arbeitgeber ist das leise und unmerkliche Aushebeln der Grenze zwischen Arbeit und Privat. Studien haben nachgewiesen, dass viele Arbeitnehmer im Home Office mehr leisten als vertraglich vereinbart. Sie sind produktiver und länger erreichbar. Auch die Mail am Wochenende wird zuverlässig beantwortet. Psychologen vermuten beim Mitarbeiter ein latentes Gefühl von „in der Schuld stehen“, wenn die Arbeit im Home Office mit seinen Vorteilen gewährt wird.

Die Vorteile für die Mitarbeiter sind vielfältig und eindeutig. An vorderster Stelle stehen Flexibilität und eine freie Arbeitseinteilung. Auch lange Anfahrten zum Arbeitsplatz sind nicht mehr notwendig. Das spart wertvolle Lebenszeit. Des Weiteren entfallen Kosten für Auto, Bus und Bahn oder auch für die Reinigungskosten des Businessdress. Das Essen zu Hause dürfte auch günstiger sein als in der Kantine. Ob´s besser schmeckt lassen wir einmal offen.

Für den Mitarbeiter ist es ausgesprochen wichtig, die richtige Balance zu finden.

So schön die Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch ist, sie kann auf Dauer sehr belastend werden. Und zwar dann, wenn es am Ende keine strikte Trennung mehr zwischen Arbeit und Privat gibt.

Die Grenzen sind fließend. Der eine fühlt sich wertgeschätzt, wenn der Chef sich am Wochenende meldet. Der andere bekommt sofort einen hochroten Kopf und ist gestresst. Jeder Jeck ist bekanntlich anders.

Was sind die Erfolgsfaktoren?

Damit das Home Office für alle Beteiligten ein Erfolg wird, sollte man sein Augenmerk auf drei Bereiche legen. Die Technik muss stimmen und dem Mitarbeiter alle Tools und Anwendungen nach Hause bringen. Der zweite Faktor ist der wichtigste. Die Kommunikation mit den Kollegen muss sichergestellt und neu gestaltet werden. Weiterhin geben wir Tipps, die einem Mitarbeiter persönlich helfen, die Situation im Home Office erfolgreich zu gestalten.

IT und Technik

Wie mache ich das Heimbüro arbeitsfähig? Eine flotte Internetverbindung ist natürlich die Basisanforderung. Mit der integrierten Fernwartung in Server-Eye bekommst Du einen Vollzugriff auf den Heimrechner und kannst damit aus der Ferne alle notwendigen Konfigurationen vornehmen.  Der Rechner zu Hause bekommt von Dir den Zugriff auf alle notwendigen Applikationen im Unternehmen.

Und damit die Sicherheit nicht zu kurz kommt, schützt unser Managed Antivirus die Rechner im Home Office vor allen möglichen Attacken. Das Böse schläft nie. Regelmäßig anfallende Wartungsarbeiten und Update-Installationen erledigst Du in sekundenschnelle mit wenigen Mausklicks. So gut technisch vorbereitet legst Du die Grundlage für ein erfolgreiches und sicheres Arbeiten im Home Office.

Kommunikation

Dieser Punkt wird als der wichtigste Faktor eingestuft. Die Kommunikation muss aufrechterhalten werden. Die Situation zu Hause verlangt eine Anpassung hinsichtlich der Kommunikationskanäle und der Häufigkeit. E-Mail und Telefon sind die klassischen Kanäle, die weitergenutzt werden können. Auch Videokonferenzen sind mittlerweile zum Standard geworden. Zoom, Webex und viele andere Lösungen bieten kostenpflichtige Dienste an. Wir empfehlen, sich einmal Microsoft Teams anzuschauen. Der Vorteil von Microsoft Teams ist, dass es kostenlos zur Verfügung steht, wenn man bereits Microsoft Office 365 im Einsatz hat. Diese Collaboration Software bietet nicht nur Videokonferenzen, sogar neue Kommunikationskanäle wie zum Beispiel einen Chat.

Jedes Unternehmen sollte häufige Meetings auf unterschiedlichen Kanälen festlegen, um das Manko der Kommunikation im Home Office auszugleichen. Eine häufige und reichhaltige Kommunikation mindert Unsicherheiten und das Gefühl, abseits und allein zu arbeiten. Die Kollegen müssen Teil des sozialen Netzwerks bleiben.

Persönliche Tipps

Auf lange Sicht hilft die Trennung zwischen Arbeit du Privat bei der Arbeit im Home Office. Wenn möglich, errichte Deinen Arbeitsplatz in einem Zimmer, wo Du die Tür schließen und ungestört arbeiten kannst.

Feste Rituale können den Arbeitsalltag auch im Home Office strukturieren. Es gibt Mitarbeiter, die laufen vor Arbeitsbeginn einmal um den Block, um den Arbeitsweg zu simulieren. Andere kleiden sich und machen sich fertig als seien sie im Büro. Gerade bei anstehenden Videokonferenzen ist das keine schlechte Idee.

Wenn Du schnell ablenkbar bist, verpasse Dir virtuelle Scheuklappen. Meide soziale Netzwerke und andere Plattformen, die Deine Aufmerksamkeit stehlen. Wenn Du geräuschempfindlich bist, benutze Ohrenstöpsel oder Kopfhöhrer mit Deiner Lieblingsmusik. Generell hilft Bewegung in Arbeitspausen, um Körper und Geist frisch zu halten.

Um ein besseres Gefühl für die eigene Arbeit zu erhalten, kann man seine Arbeitszeit zusätzlich mit geeigneten Apps tracken. Das bewahrt vor unberechtigten Schuldgefühlen, man hätte zu wenig geleistet.

 

Hast Du weitere Tipps, wie das Home Office erfolgreich gestaltet werden kann? Dann hinterlasse uns doch einen Kommentar.